TuS Langenfeld Tischtennis

 

Der TuS war immer bestrebt, neben dem Fußball auch andere Sportarten anzubieten. So versuchte man Ende der 70er Jahre neue Betätigungsfelder zu finden. Postkarten wurden an die Haushalte verteilt, mit denen sich Interessierte für Ihren Lieblingssport anmelden konnten.

Die Aktion fruchtete aber nur für den Tischtennissport. Dort war die Anzahl der Meldungen jedoch überwältigend. In der Gemeindehalle mussten fünf Tischtennisplatten, die zuvor mühsam aus dem Dorf zusammengetragen wurden und teilweise schon Schäden aufwiesen, aufgestellt werden. Als dann im Sommer 1978 die Rahmenbedingungen standen, konnte das erste Training stattfinden. In der Anfangsphase erschienen bis zu 40 Jugendliche und 15 Erwachsene. Die Kapazität war hoffnungslos ausgeschöpft, so dass oftmals die große Menge an Kindern nur durch das „Rundlaufen“ beschäftigt werden konnten. Ja, in der Halle war was los, daher ähnelte das Training in den ersten Monaten eher einem Jugendtreff. Der Zulauf zu den Vereinsmeisterschaften und Ranglistenturnieren war ebenfalls überwältigend. Aktive und Hobbyspieler ermittelten jeweils den Vereinsmeister der Senioren, Junioren und man höre und staune auch der Damen. Mit der Zeit kristallisierten sich die Sporttalente heraus und die Anzahl der Trainingsteilnehmer pendelte sich auf ein gesundes Maß ein. Zwei Seniorenmannschaften nahmen ab 1978 an Meisterschaftsrunden teil. Das erste Team bestand aus den erfahrenen Spielern, die zweite Mannschaft war gespickt mit hoffnungsvollen Jugendlichen. In der Meisterschaftsrunde reichte es jedoch nicht zum Aufstieg. So führte man z. B. 1982 die Tabelle an und traf im letzten Spiel zu Hause auf den Zweitplazierten und direkten Mitkonkurrenten. In einem spannenden Match verlor man 7-5 und war wieder nur auf den undankbaren zweiten Platz zurückgefallen. Die Spielerdecke wurde mit den Jahren dünner, so dass es Mitte der 80er nur noch für eine Mannschaft reichte. Es konnte jedoch erstmals auch eine Jugendmannschaft gemeldet werden, deren Spieler später die Senioren ergänzen sollten. Die Gemeindehalle war zu groß, deshalb wurde der Wechsel in das gemütlichere Vereinshaus am Sportplatz vollzogen. Die Anzahl der Aktiven verringerte sich trotzdem weiter, so dass 1992 die letzten verbliebenen Aktiven keinen Sinn mehr in der Fortführung der Tischtennisabteilung sahen. Die Einstellung des Spielbetriebs war die Folge. 1995 wurde ein neuer Versuch gestartet. Mangels Spielern endete dieser bereits nach vier Trainingseinheiten. Es war jedoch noch nicht vorbei. Ein hoffnungsvoller Neuanfang startete im Jahr 2002: Jungs zwischen 7 und 14 Jahren rauften sich zusammen und nervten den Vorstand, bis endlich ein Betreuer gefunden werden konnte. Jürgen Passin nahm wieder mit Hilfe zweier Tischtennisplatten im Vereinshaus das Training auf.